Clubhaus

29.03.2018 - 10.-11.03.2018 Heineken-Cup/ Amsterdam


von Jakob Scheunemann

Auf in neue Gewässer – Die Likedeeler und die Bucerius Rowing
beim Heineken-Cup in Amsterdam

„Aus Erzählungen schwimmt bei der Party der Boden in Heineken“ – irgendwie muss man Breitensportler ja locken sich auf das Wagnis einer internationalen FISA Regatta einzulassen. Bevor wir jedoch in den Genuss kommen sollten, die Amstel in den wunderschön strahlenden Empacher-Achter hinunterheizen zu dürfen, galt es fleißig zu trainieren (an Bier war zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu denken). Leider zwang uns die gefrorene Alster (und Corny) zu quälenden Einheiten auf dem Ergo und Kasten.



Dann machten wir uns Mitte März mit je einem Achterteam der Gruppe Bucerius Rowing und den Likedeelern auf den Weg nach Amsterdam zum 46. Heineken Roeivierkamp.

Um zum Rudern zu kommen:
Insgesamt gingen 3500 Sportler an den Start, davon alleine 35 Achter in unserer Klasse. Der Samstag startete mit 2.500 Meter, um sich direkt im Anschluss des Rennens für 30 Minuten im Regen für eine 250 Meter Kurzstrecke einzureihen. Sonntag folgte mittags eine kurvige 5.000 Meter Langstrecke und dann abends, vor ein paar Hundert Zuschauern auf den Tribünen, ein 750 Meter Rennen mit der direkten Konkurrenz.

Die Likedeeler verbesserten stets ihre Renn-Platzierung von anfangs Platz 34 auf 28 und endete in der Gesamtwertung auf Platz 32,



vor dem Team der Bucerius Rowing (Endplatzierung 33).



Dies mag ernüchternd klingen und einigen waren über das Abschneiden auch enttäuscht. Es überwog aber definitiv die Zufriedenheit bei einem Rennen dieser Klasse mitfahren zu können. Ein paar von uns hatten irgendwann auch mal Leistungssport betrieben, die meisten jedoch haben das Rudern erst im Studium gelernt und sind lediglich ein paar Jahre dabei. Da ist es doch beeindruckend, dass eine ernstzunehmende zweite Wettkampfebene in unserem Club gewachsen ist, die zwei volle Achter nach Amsterdam schicken kann und dort andere Teams hinter sich lässt. Diese Regatta war eine Feuertaufe und ein Startschuss für mehr.

Auch abseits des Rennens hat sich Amsterdam gelohnt. Neben Hipster-Pizzeria´ s und Pfannenkuchen hat die Abschlussparty alle Erwartungen übertroffen: Heineken wurde gesoffen. Heineken tropfte von der Decke. Heineken bildete auf dem Boden eine so circa zwei Centimeter tiefe Pfütze. Ein Hoch auf den Sponsor!

So fuhren wir wieder glücklich (bzw. K.O.) nach Hause. Party können wir, sodass dem Trainer nur das Resümee blieb: „Und das mit der besseren Platzierung bekommen wir auch noch hin“.

Unserem Trainer Corny sei hier auch nochmal ganz herzlich gedankt. Sein ehrenamtlicher (!) Einsatz für unsere Gruppen, neben allem was er sonst schon für den Club tut, ist bewundernswert. Ohne Corny hätte es unsere Teilnahme in Amsterdam nicht gegeben!