Clubhaus

20.09.2014 - ROWING Champions League (RCL)

DRV/RCL

Clubs und Universitäten von 13 Nationen haben sich im ersten Jahr für das Sprintformat mittlerweile qualifiziert.

Es gab bisher Qualifikationsregatten in Frankfurt, Wien und Moskau über die Sprintdistanz. Die Verbände haben die Nominierung vorgenommen, damit ist die Qualität der Crews gesichert. Vorsitzender DRV-Wettkampfwesen Rolf Warnke: Wir wussten, dass die Nationen das Format gut finden und hatten im Vorfeld eine sehr gute Resonanz, aber diese Rücklaufquote hat uns wirklich überrascht. So konservativ ist unsere Sportart gar nicht!

Mit Leander Rowing Club, dem Molesey BC, Dukla Prag den Meistern aus der Schweiz, Polen, Dänemark, Spanien, Niederlanden, Italien und Belgien ist das europäische Feld hochkarätig. Einzig die Türkei, Österreich und Frankreich mussten passen, da am gleichen Termin die nationalen Meisterschaften stattfinden.

Selbst Boote aus den USA haben Interesse gezeigt und stehen momentan auf der Warteliste.

Zusammenarbeit mit der Prodyna Ruder-Bundesliga.

Die deutschen Crews konnten sich bisher auf  drei Qualifikations-Regatten qualifizieren. Darüber hinaus sind die ersten Drei der 1. Bundesliga der Männer, der Erstplatzierte der 2. Bundesliga und die ersten beiden Crews der Frauen-Bundesliga mit einem Ticket eingeplant.

Die letzten Qualifikationsregatten gibt es im September, so dass am 20. September die besten Achter antreten.

Eingeplant sind 24 Männer-Achter und 12 Frauen-Achter, die den Rudersport in die Hauptstadt bringen.

RCL Sportkoordinator Oliver Palme: Wir haben jetzt schon eine Warteliste von knapp 10 Booten, die gerne mitmachen würden. Wir werden bis zum Anfang nächster Woche entscheiden, wie viele Crews wir zulassen.

Bei der Organisation der Regatta unterstützt die Ruder-Event GmbH, die auch die Prodyna Ruder-Bundesliga  erfolgreich an den Start gebracht hat.

Damit ist die Abwicklung in erfahrenen Händen, so dass die europäischen  Mannschaften sich auf eine Regatta
der Extraklasse freuen können.


Am Freitag, den 19. September wird ein öffentliches Wiegen und die Auslosung der Vorrunde stattfinden. Dabei hat der LRV Berlin mit dem stellvertretenden Vorsitzender Thomas Haun eine tolle Örtlichkeit festgemacht: Wir machen ein öffentliches Wiegen am Freitag im schönsten Biergarten Berlins.
 
Das Café am neuen See ist eine fantastische Gelegenheit die Teams vorzustellen und Werbung für unsere Sportart zu machen.  Wir müssen dahin gehen, wo die Zuschauer sind. Das ist uns nun gelungen, direkt nach der Eröffnung des Oktoberfests werden wir hier einen fantastischen Rahmen haben. Am 20. September wird in einem KO-Modus die Rangliste des ROWING Champions League Final 2014 ausgerudert. Die Finalrennen werden von 17:00 - 19:00 Uhr stattfinden; es lohnt sich für alle Ruderfans dabei zu sein.

Eine TV-Produktion, ein umfangreiches Eventprogramm mit Bühne und Gastronomie, sowie einzigartige Hospitality-Angebote (Gastfreundschaft) runden das Programm ab.


von J.B.


Mittlerweile hat sich die Ruder-Bundesliga bestehend aus Vereinsachtern etabliert, aber es ist für die Ruderer/innen immer noch ein kostenintensives Vergnügen und hat ohne Sponsoren keine Zukunft.

Vereine können diese Kosten  in der Regel nicht tragen.

Jetzt kommt neuer Schwung in die Ruder-Bundesliga mit der Rowing Champions League s. Text unten.

Neben der traditionellen Wettkampfdistanz über 2000m hat zumindest in Deutschland der Sprint eine große Bedeutung. Neben der Sprintmeisterschaft, den Herbstregatten ist die Ruder-Bundesliga dafür ein klarer Beleg. Letztere hat sich zwischenzeitlich etabliert und im vereinsbezogenen Wettkampfsport für große Impulse gesorgt. Zusätzlich ziehen die Achter auf der Sprintdistanz verbunden mit dem Ligasystem Zuschauer in großer Zahl an und sorgen für mediales Interesse.



Aufgrund dieser Entwicklung auf der nationalen Ebene ist der Schritt auf die internationale Bühne eine folgerichtige Konsequenz. Hierzu haben sich der DRV, die ROWING Champions League (RCL) und die Ruder-Event GmbH als Ausrichter der Ruder-Bundesliga (RBL) zusammengefunden, um die Idee umzusetzen. Der Anstoß zur Realisierung stammt von Gerhard Meuer, der auch die Anschubfinanzierung leistet, und Oliver Palme. Beide sind in Frankfurt /Main für das Ruderfest verantwortlich, das Sport auf dem Wasser mit Spaß am Ufer vereint und hohe Zuschauerzahlen generiert.

Die RCL wird am 20.09. in Berlin  in der Nähe  der East-Side Gallery / O2-World über die Sprintdistanz von 350m in den Achtern der Frauen und Männer gerudert. Vorgesehen ist ein Modus, der aus time-trials sowie Boot-gegen-Boot-Duellen besteht und jedem Team mindestens drei  Starts garantiert. Den Siegern winkt der attraktive ROWING Champions League Pokal und attraktive Preise. Die Bootspreise, die bisher ausgelobt werden sollten, sind nach den Gesprächen mit Verbänden und Vereinen in eine Unterstützung der Teams für Anreise und Unterkunft geändert worden.

Der Landesruderverband Berlin richtet die Regatta aus und wird dabei vom Team der RCL und RBL maßgeblich unterstützt. „Die Berliner leisten einen großen Job“ freut sich Rolf Warnke. Das DRV-Präsidiumsmitglied koordiniert das Projekt für den Verband und weiß um die Herausforderungen, die zu lösen sind. Startberechtigt sind Vereins-Achter, wobei aus Deutschland die Spitzenteams der RBL qualifiziert sind. Daneben werden „wild-cards“ vergeben. Insgesamt sind 24 Startplätze für Männer und 16 für Frauen vorgesehen. Oliver Palme: „Wir sprechen bewusst den Vereinssport an und wollen dort Impulse setzen. Ähnlich läuft das ja auch in den Ballsportarten. Die Nationalmannschaften mit ihren Meisterschaften haben wir nicht im Blick“.

Rolf Warnke hatte gemeinsam mit DRV-Sportdirektor Mario Woldt das Konzept im Rahmen der Vollversammlung bei der Europameisterschaft in Belgrad vorgestellt. „Das Interesse der Nationen war groß“, freute sich Warnke. „Wir rechnen fest mit Teams aus Großbritannien, Spanien, den Niederlanden, der Schweiz und Russland.“

Weitere Nationen befänden sich in der internen Abstimmung. Diese Reaktionen kamen nicht ganz unerwartet, denn viele Verbände suchen nach neuen Wettkampfformen. So hat man in Wien einen Nachtsprint aufgelegt, in Moskau im Maxim-Gorki-Park einen Sprint-Event etabliert und in Frankreich wird im Herbst eine Sprintmeisterschaft gerudert. In der Perspektive soll in den teilnehmenden Verbänden ein Qualifikationssystem nach der Ruder-Bundesliga entstehen. Die dortigen Spitzenteams qualifizieren sich für die Finalregatta, die bis 2016 fest in Berlin stattfinden wird.

Rolf Warnke:„Sicher ist das alles etwas kurzfristig, aber irgendwann muss es halt losgehen. Zudem mussten die Planungen so konkret sein, dass echte Gespräche möglich waren“. Zuvor hatte es beim Weltruderverband einige Irritationen geben. Dort bestand die Sorge, dass sich ein paralleles Regattageschehen entwickeln könnte. Diese Bedenken konnten wir ausräumen. Alle haben ein gemeinsames Interesse, Rudern populärer zu machen.“

Bereits die Vorüberlegungen zu der Veranstaltung hatten beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen für Interesse gesorgt. Ob es in diesem Jahr zu einer Übertragung kommt steht allerdings noch nicht fest. In Kooperation mit der O2-Arena, in der parallel eine Großveranstaltung stattfindet, ist jedoch ein Uferfest geplant und die Außenleinwand steht für attraktive Bilder zur Verfügung. „Der Sprint ist spektakulär. Die Zuschauer sehen das Rennen vom Start bis zum Ziel live und können sich auf spannende Zieleinläufe freuen“, ist Oliver Palme überzeugt.

Links:
    www.ruder-bundesliga.de
    www.rcl.tv
    www.lrvberlin.de