Clubhaus

14.07.2012 - 14.07.2012 RBL in Bitterfeld-Wolfen

Die Wasserschlacht in Bitterfeld




     RBL-Mannschaft des RCFH
 
von Moritz Hesselmann und Niklas Ziegler
plus Nachtrag von Niklas

Wind halbiert die Punkte von Bitterfeld – Dole Achter mit 11,5 Punkten auf Platz 9

Der Blick auf die Tabelle der 1. Ruder-Bundesliga nach der endgültigen Bekanntgabe der Ergebnisse von Bitterfeld ist verwirrend: der Dole Achter Hamburg liegt nun mit 11,5 Punkten auf Platz 9. Wie kam es dazu?

Vereinfacht gesagt hat der Wind die Punkte halbiert, wie im Bericht über den Renntag in Bitterfeld schon erwähnt, wurde zunächst das Zeitfahren auf Grund einer orkanartigen Windhose nicht gewertet und für die Setzung der Achtelfinals die aktuelle Tabelle zu Grunde gelegt.

Zum Zeitpunkt der Achtel- und Viertelfinals wehte der Wind dann schräg vom Ziel in die Bahn wodurch Bahn 3 und 4 unverhältnismäßig benachteiligt wurden. Im Normalfall hätten nun die zeitschnellsten Teams von den Bahnen 1 und 2 starten müssen, da die Bedingungen aber unberechenbar waren, wurden die Rennen traditionell gesetzt: die stärksten Boote fahren auf den Mittelbahnen. Da die Achtel- und Viertelfinals ausschließlich auf Bahn 1 und 2 gewonnen wurden führte dies dazu, dass vermeintlich schwächere Teams vom Wind nach vorne geweht wurden und stärker eingeschätzte Mannschaften sich weiter hinten in der Tabelle fanden.

Auch der Dole Achter war im Achtelfinale Leidtragender, da das Team der FARI von Bahn 4 starten musste, prompt ging dieses Renne auch verloren, was bedeutet, das maximal noch ein 9. Platz erreichbar war. Im Viertelfinale, das der Dole Achter auf Bahn 1 bestritt, profitierten die Jungs der FARI hingegen vom Wind und konnte schlussendlich einen guten 10. Platz belegen und 4,5 Punkte mit nach Hamburg nehmen.

Für den Zwischenstand nach 2 Renntagen bedeutet dies, dass das Polster auf die Abstiegsplätze in Punkten gemessen zwar dünner ist als bei voller Punktewertung, man aber als 9. nur 1,5 Punkte hinter dem 7-platzierten liegt und somit ein Platz in der ersten Tabellenhälfte auch noch erreichbar ist.

Der nächste Bundesliga-Renntag findet am 18. August in Duisburg statt, wir freuen uns auf zahlreiche Unterstützer.
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s. Text oben J.B.

Solider 10. Platz für den Dole Achter Hamburg in der Windlotterie von Bitterfeld

Zum zweiten Kräftemessen der Ruder-Bundesliga Saison 2012 trafen sich die 50 stärksten Club-Achter Deutschlands in Bitterfeld, Sachsen-Anhalt, um den Tagessieger und entscheidende Punkte in der Gesamttabelle auszufahren.

Zur Regatta auf der Goitzsche, einem gefluteten Tagebauwerk, schickte der Ruderclub Favorite Hammonia einen Zehner-Kader unter der Leitung von Teamkapitän Holger Schlünzen. Auf Basis der Erkenntnisse vom ersten Event in Rüdersdorf wurde beschlossen, die Startphase zum wesentlichen Bestandteil der vorangehenden Trainingseinheiten zu machen, da der leichtesten Mannschaft der 1. Bundesliga bisher noch der nötige Schub fehlte, um direkt die Maximalgeschwindigkeit zu erreichen.

Bei Sturmböen von bis zu 60 km/h und teils sehr starkem Wellengang bereitete sich der Dole-Achter Hamburg auf das erste Rennen des Tages vor, in dem die Achter aus München, Hannover und Rauxel warteten. Als alle Boote in die Startblöcke eingeschwommen waren, zog plötzlich eine orkanartige Windhose über die Strecke und machte das Ausrichten der Boote unmöglich. Als dann noch eine Hüpfburg in die Strecke geblasen wurde, glücklicherweise ohne Kinder, und das Boot des Hamburger und Germania RC in der Nähe des Stegs mit Wasser volllief und unterging, wurde der Start zunächst abgebrochen. Nachdem sich der Sturm etwas gelegt hatte, hatte auch der Wind von Schiebewind auf Gegenwind gedreht. Damit war klar, dass man sich auch bei einer guten Leistung wohl kaum im vorderen Bereich platzieren konnte, da im Schiebesturm der vergangenen halben Stunde teilweise Zeiten von unter 50 Sek. auf den 350m gerudert wurden. Nichtsdestotrotz zeigte sich im Rennen, dass schwierige Bedingungen und unruhiges Wasser die Domäne der Alsterruderer sind, sodass am Ende eine ungefährdete Achterlänge vor dem RV Rauxel zu Buche stand.  Aufgrund der ungleichen äußeren Bedingungen und der ständig wechselnden Windrichtung während der vier Zeitläufe entschied sich die Regattaleitung aber anschließend, die Setzliste für die Achtelfinale nicht, wie vorgesehen, anhand der Time-Trials zu ordnen, sondern die Platzierung beim ersten Event in Rüdersdorf anzusetzen.

Mit ihrem 9. Tabellenplatz  wurden dem Dole-Achter Hamburg somit der Münchener RC, der Emscher-Hammer und die Aufsteiger aus Pirna zugeteilt. Als es gegen Mittag an die Startblöcke ging, hatte sich der morgendliche Sturm etwas beruhigt. Allerdings wehte der Wind nun schräg vom Ziel aus in die Strecke, mit der Folge, das auf Bahn 4 und 3 ein starker Gegenwind herrschte und Bahn 1 und 2 unter Land den großen Vorteil von relativ ruhigem Wasser hatten. Unglücklicherweise startete der Dole Achter Hamburg im Achtelfinale dann von Bahn 4 und belegte, trotz eines sauberen Rennens, den letzten Platz und da nur die Plätze 1 und 2 für die Teilnahme an den Finalrennen der oberen Tabellenhälfte berechtigen, war die Enttäuschung im Hamburger Boot groß.

Ein guter Athlet zeichnet sich aber auch dadurch aus, dass er nach einem Rückschlag wieder mit voller Motivation das nächste Rennen angeht. Auf den Punkt konzentriert und angetrieben von Steuerfrau Kaja Brecht fanden die Jungs vom Dole Achter im Viertelfinale auf Anhieb einen gemeinsamen Rhythmus und konnten sich so schon auf der ersten Streckenhälfte von Hannover und Berlin lösen und über einen konsequenten Endspurt auch den Siebtplatzierten von Rüdersdorf und Vorjahresdritten, das Sprintteam Mühlheim, schlagen.

Die Rennpause am Nachmittag nahm der Dole-Achter zum Anlass einen kleinen Beitrag im Kampf gegen leere Energiespeicher zu leisten und verteilte mit Unterstützung des Promotion-Teams der Firma Dole körbeweise frische Bananen unter den Zuschauern und Teilnehmern der Regatta in Bitterfeld.

Für die Finalrennen fand dann noch eine Umbesetzung im Hamburger Boot statt, für Lennard Dörwald und Niklas Ziegler starteten die physisch stärkeren Jonas Heimbach und Florian Rosenke. Im ersten Finalrennen zeigte sich dann wieder was sich in Rüdersdorf schon angedeutet hatte, der Dole Achter gehört in der 1. Liga zu den technisch stabilsten und saubersten Mannschaften. Während im Halbfinale deutlich wurde, dass die Gegner aus Hameln dem langen Renntag Tribut zollen mussten, ruderte die Hamburger Crew geschlossen und sauber über die 350m und konnte das Halbfinale mit einer ¾ Länge Vorsprung für sich entscheiden. Im Finale wartete dann mit Rüdersdorf der unmittelbare Tabellennachbar und es bestand die Möglichkeit durch einen Sieg in der Tabelle gleichzuziehen. Leider zeigte sich in diesem Rennen auch, dass das Manko der Mannschaft immer noch in der Startphase liegt und man lag bei Streckenhälfte eine ¼ Länge hinter den Rüdersdorfern. Durch einen starken Endspurt machten es die Hamburger nochmals spannend und das Zielfoto musste entschieden. Am Ende hatte Rüdersdorf aber doch noch den Bugball vorne und so belegte der Dole Achter Hamburg einen soliden 10. Platz, der nun auch im Gesamtklassement zu Buche steht.

In Bitterfeld starteten für den Dole Achter: Kaja Brecht, Moritz Hesselmann, Holger Schlünzen, Hans Heydenreich, Fryderyk Czajkowski, Niklas Ziegler, Florian Rosenke, Martin Blüthmann, Peter Schlünzen, Lennard Dörwald, Jonas Heimbach

Euer Dole Achter Hamburg



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Euer Dole Achter Hamburg