Clubhaus

14.04.2015 - Langstreckenregatta am 11.04.2015 in Fürstenwalde

von Georg Konermann-Dall

Während sich unsere Masters-Elite um Wolfgang Rauhut und Frank Richter erst zum Kräftemessen in Bergedorf aus der Deckung wagen wird, stellten sich die profanen Altherren-Favoriten bereits am vergangenen Wochenende der überwiegend ostdeutschen Konkurrenz auf der Langstreckenregatta in Fürstenwalde über 8000m (mit Wende nach Streckenhälfte).

Im Doppelvierer (G/F) waren Uwe Kühne und Georg Schlingbäumer in Rgm. mit Lüneburg überraschend deutlich schneller als Rolf Meyer und Theo Ransmeyer, diese in Rgm. mit Mainz und Koblenz. Im Gigvierer tauschte dann Theo den Bugplatz gegen den Steuermannssitz und lenkte Rolf mit seiner Auswahlmannschaft zum souveränen Sieg gegen die RG Grünau.

Im Achter (F) waren Uwe Frenzel, Dr. Klaus Schramm, Holger Wetjen, Horst Poscharsky und Georg Konermann am Start. Die 5 Favoriten hatten sich im Mittelschiff eingerichtet und für die Bootsenden bewährte Fremdarbeiter beschäftigt: auf Schlag die lübschen Borchardt-Brüder, welche die bestellte 32iger Schlagfrequenz humorlos ablieferten und die auch sonst wieder sehr pflegeleicht waren. Speziell für die Wende engagiert war Bugmann Ralf Reiber (zur Zeit ohne eigenes Bootshaus), dessen vorrangige Aufgabe darin bestand, das Boot mit zehn kräftigen Schlägen um die Wendetonne herum zu wuchten und ansonsten nicht weiter negativ auf zu fallen. Wie immer steuerte Olympiasieger Jürgen Oelke dieses ruderische Konglomerat auf der Ideallinie über die „Fürstenwalder Spree“, so dass mit der schnellsten Zeit aller gestarteten Mastersachter (incl. C) nicht nur die eigene Alterklasse,  sondern diesmal auch der begehrte Achter-Wanderpokal gewonnen werden konnte.

Damit hatte jeder gestartete Favorit einen Sieg auf dem Konto, aber Aufsehen erregte weniger die sportliche Bilanz auf dem Wasser als vielmehr die technische Performance auf dem Sattelplatz: wie in der Boxengasse eines Ferrari F1-Teams scharrte sich die rot-weiße Fari-Truppe um Chefingenieur Uwe Frenzel, der unüberhörbar mit seinem neuen High-Tech-Akku-Schlag-Bohr-Schrauber alle Schraubverbindungen an Auslegern und Achtertrennstelle in Sekundenschnelle löste bzw. – selbstredend mit dem exakt richtigen Drehmoment – anzog. „Schraube locker“ bei den Masters ?