Clubhaus

08.05.2012 - 105. Grosse Bremer Ruder-Regatta

von Kai Ramming

Ergebnis 105. Grosse HB-Regatta

Eine Woche nach Lübeck ging es gleich weiter in der nächsten Hansestadt, bei etwas weniger Wind aber ansonsten kühlen Temperaturen. 

Die Fari-Junioren-Truppe hatte sich durch Krankheit in der Menge reduziert, Basti Biënk und Alex Reske, zum Beispiel, konnten daher nicht mit ihrem Zweier-Ohne durch das Albano Bojen System des Werder Sees steuern. Ansonsten waren nahezu alle Altersgruppen versammelt – mit gemischten Ergebnissen für unseren Club. Hier die Zusammenfassung:

Lennert Schönborn und Niels Ramming gewannen in ihrer Abteilung (98er Kinder Doppelzweier)  auf der Langstrecke mit der insgesamt drittschnellsten Zeit.

In Bremen mussten Slalom-Wettbewerbe teilweise abgesagt werden, da sonst die Menge an Kinder-Ruderern aller Altersklassen den Rahmen des Machbaren gesprengt hätte.

Heisst: Die Konkurrenz war gross und ein vorderer Platz schon eine gute Sache. Unsere noch nicht ganz so erfahrenen 4x+ Ruder-Kids und auch Felix Liang im Einer trieben die Gegner vor sich her.

Am Sonntag durften Niels und Lennert nach dem knappen Sieg über 700m am Siegersteg anlegen, wieder als insgesamt Drittschnellsten.

Im Einer machte Niels Ramming dann auch noch den 4. Kinder Sieg auf der Strecke in Bremen klar.

Bei den Masters belegten die G-Jahrgänge Kühne/Schlingbäumer im Doppelzweier der Altersgruppe G einen ehrenvollen dritten Platz.

Kai Ramming im Einer, der mindestens 50-jährigen am Sonnabend bzw. am Sonntag war im Rennen 1, Zweiter und im Rennen 124, Dritter über 1000 m  aller gestarteten Masters. (Kann es wirklich so sein, dass "Mann ab 50" wieder schneller rudert , denn es gab Ergebnisse in jüngeren bis ganz jungen Jahrgängen, die deutlich schlechter waren als 3:53,54  - , meine Anmerkung J.B.)?

Männer B Leichtgewicht, Peter Schlünzen, wurde im Einer zweimal 2. und einmal 3. und konnte die Erfolgsbilanz im Doppelzweier zusammen mit Malte Hein ( DHuGRC) sich nicht wirklich entscheidend verbessern.

Schade, dass mit etwas mehr Glück nicht irgendwo ein Sieg ‚drin’ gewesen wäre.

Der unermüdliche Cornelius Grajecki startete bei den Männern A im Einer und auch im Doppelzweier mit Moritz Radtke. In beiden Booten und insgesamt 4 Rennen entstand ein deutlicher Abstand zu den Siegerbooten, wodurch sich Moritz und Cornelius aber nicht entmutigen liessen.

Bei den Junioren A (17+18 Jahre) hielt sich Victor Link mit seinem Wandsbeker Zweier-Ohne - Partner im Feld auf und konnte bis zum Ziel nicht ganz bis zur Spitze durchstossen.

Das Junior B Leichtgewicht,  Alex Rieß,  überzeugte im gesteuerten Doppelvierer mehr als im Einer.

Im Grossboot gab es zwei zweite Plätze, aber dann am Sonntag sogar den Sieg mit Lennert Dornekott im Doppelzweier in den Farben des AAC / NRB startend.

Für den schweren Junior B,  Hendrik Westphal,  galt beginnend mit dem Zweier-Ohne  bis zum Achter – immer unter AAC/NRB startend: Je grösser das Boot, desto besser das Ergebnis.  Im Achter wurden die Jungs, Zweite, wobei dieser Achter bis zu den Meisterschaften noch verstärkt wird.

Hendriks Rennen im Vierer-Ohne  wird wohl keiner der Beteiligten so schnell vergessen: Die Steuerleistung im Hamburger Boot, so stellte es der Regattasprecher fest, ließ doch so einiges zu wünschen übrig.

So wurden sowohl mehrere Bahnen der Strecke als auch eine größere Wasserfläche außerhalb der Regattastrecke benötigt, um Richtung Ziel voranzukommen. Zur Überraschung aller lag das Boot mit Hendrik an Bord trotz erheblich längerer Ruderstrecke mit Kurven auf den letzten 500 m vorn !

Etwa 20 Meter vor dem Ziel machte das AAC Boot einen letzten Schlenker in Richtung Gegner mit dem Ergebnis, dass beide Boote sich ineinander verhakten. Dieses Bootsgebilde trieb tatsächlich ganz knapp vor den heranrauschenden Gegnern ins Ziel – das AAC Boot hatte dabei noch ca. 1 Meter Vorsprung.

Man könnte sagen: ‚Schnellster Vierer dieses Rennens.’  Nun, es wird den armen Ruderer am Fuß-Steuer nicht wirklich überrascht haben, dass sein Boot wegen erheblicher Behinderung anderer Teilnehmer, ausgeschlossen wurde und dafür die Crash-Gegner zum Sieger erklärt wurden.

Alexander Rieß und Hendrik Westphal sind bei den Junioren B innerhalb des AAC Projektes weiterhin ‚im Rennen’, d.h. sie bereiten sich auf die Prüfungsregatten und nachher auf  die Meisterschaften vor.

Auf dem Weg dahin, wünschen wir ihnen und ihren Mannschaften viel Glück !

Hella Ramming produzierte auch in Bremen zwei Tage lang gekochte Kohlehydrate aus dem ‚Fresswagen’. Das sprach sich schnell auf dem Sattelplatz herum, so dass sich der Kreis der Teilnehmer an diesem Sportleressen bis Sonntagnachmittag auf benachbarte Clubs und immer neue ‚Renngemeinschaften’ erweiterte.  Danke, liebe Hella !