Clubhaus

03.04.2014 - Trainingslager 01.03.- 15.03.2014 (JM´s)

von Theodor Thun

Trainingslager am Lago di Varese (Italien)

Teilnehmer: A-Junioren: Jasper Korth, Lennart Schießwohl, Alexander Rieß
B-Junioren: Jan-Lukas Harder, Nils Vorberg, Niels Ramming, Lennert Schönborn, Theo Thun, Alexander von Schwerdtner, Sebastian Wiehe, Felix Liang

Im Zeitraum vom 01.03. bis zum 15.03. fand das diesjährige Frühjahrs-Trainingslager zur Vorbereitung auf die Wettkampfsaison statt. Dieses Jahr sollte es nach Varese in Italien gehen, welches zwischen dem Lago Maggiore und dem Comer See liegt, und aufgrund seiner zwei Trainingsmöglichkeiten in Varese und Gavirate, jedes Jahr Nationalmannschaften aus aller Welt willkommen heißt.

So auch die britische Nationalmannschaft, die sich in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2012, die hervorragenden Voraussetzungen des Sees zunutze gemacht hat. Dieses Jahr darf Varese sogar stolz die U23 Weltmeisterschaft (23.07. – 27.07.) auf dem Lago di Varese austragen.

Mit Blick auf den Lago di Varese und dessen Ruderclub wohnte unsere elfköpfige Trainingsgruppe, bestehend aus Kader-Athleten sowie Nachwuchssportlern und  unserem neuen Cheftrainer Michael Spoercke und seinen zwei Assistenten Tim Folgmann und Cornelius Grajecki im Hotel Mariuccia . Eine Auswahl Hamburger Ruderer der Clubs Süderelbe, RC Allemania und RG Hansa waren ebenfalls anwesend.
 
Für die täglichen Rudereinheiten stand uns ein Ersatzsteg des Ruderclubs zur Verfügung, der stark mit Hochwasser zu kämpfen hatte. Von dort aus starteten wir unser Wassertraining, bei dem die Priorität auf  Ausbilden und Festigen der Kleinboot Fähigkeiten lag.



Eingeteilt waren wir in leistungsspezifische Gruppen, in welchen wir unsere täglichen drei Einheiten mit variierenden Intensitäten durchführten. Erst Abends kehrten wir zur einstündigen Gymnastikeinheit wieder zusammen, welche Stabilisierungs- und Dehnungsübungen enthielt.


 
Vier Belastungstage in gleichmäßigen Abständen gaben einem die Möglichkeit sich als Sportler mit anderen Sportlern seines Jahrgangs zu vergleichen und gleichzeitig ein Gefühl für Schlagfrequenzen und Streckenlängen zu entwickeln, da diese von Belastungstag zu Belastungstag variierten. So fuhren wir am ersten Belastungstag noch zweimal 6000 m, auf den Schlagfrequenzen 22 und 24, und verkürzten im Laufe der Zeit auf nunmehr 1500 m bei Schlagzahlen über 30. Nach jeder Belastung fand eine Kompensationseinheit statt, in der die A-Junioren oft eine Rennradtour auf italienischen Rennrädern machten und die B-Junioren einen lockeren Lauf durchführten oder Ballspiele spielten.



An den auf die Belastungen folgenden Tagen hatte man die Chance das Kleinboot zu verlassen und auch Mittel- und Großboot zu trainieren.

Optimiert wurde das Kleinboot-Training mit Videoanalysen, in denen der Trainer seinen Sportlern gezielt einige technische Aspekte zeigte, an denen noch gearbeitet werden musste, um das Gesamte noch einmal zu veranschaulichen.

Abgerundet wurde das Trainingslager mit dem geselligen Miteinander in Pausen oder bei den Mahlzeiten und tollen Ausflügen an freien Nachmittagen, wie zum Beispiel nach Mailand (oder auch in den Supermarkt). Höhepunkt stellten die gemeinsamen Film- und Kulturabenden dar, bei diesen hatten die Sportler die Möglichkeit eine Vorstellung (Gedicht, Rätsel, Buchvorstellung etc.) zu planen und diese ihrer Trainingsgruppe zu präsentieren.



Nach fünfzehn harten Trainingstagen konnten wir nun mit dem Gefühl, auf kommende Wettkämpfe, wie den Frühtest oder die Leipziger Langstrecke, gut vorbereitet, die Heimreise antreten und fuhren mit kleinen Umwegen zurück nach Hamburg.